Unser Chartres-Labyrinth

Begibst du dich auf eine Wanderung durch das Chartres-Labyrinth, bekommst du ein Gespür für den Bußgang der Pilger im bekanntesten Labyrinth des Mittelalters.

Fakten
Das Chartres-Labyrinth hat eine Fläche von etwa 175 m².

Die Gesamtlänge des Gangsystems beträgt etwa 430 m bis zur Mitte und 430 m wieder hinaus.

Du sollst den komplette Weg zur Mitte beschreiten und den gleichen Weg wieder hinaus.


Unser jetziges Chartres-Labyrinth ist aus schwarzen Steinen und rötlichen Steinstaub gemacht. Unser vorhandenes Chartres-Labyrinth war im Rasen gemach, aber es musste an einem anderen Platz geziehen worden.

Das Chartres-Labyrinth Muster ist nach dem Labyrinth des Kirchenbodens der schönen Kathedrale in der Stadt Chartres in Frankreich benannt. Die Stadt liegt südwestlich von Paris.

Dieses Muster ist, wie das Trojaburg-Muster, ein klassisches Muster, das vielen Labyrinthen weltweit als Vorlage dient. Die Muster sind harmonisch und bieten einen schönen Anblick.

Machte einen Spaziergang in unserem Chartres-Labyrinth und vergiss nicht das schöne Foto der französischen Chartres Kathedrale in unserer Austellung zu bestaunen. Hier kann man wirklich von schöner Labyrinth-Geschichte sprechen !

Lerne mehr über das Geheimnis der alten Chartres-Labyrinthe. Für weitere Informationen über die Labyrinthe scroll nach unten und lese ”Geschichte & Anwendung”, oder lese die Info-Tafeln über "Die Geschichte der Labyrinthen" im Ausstellungsflächen im Labyrinthia, oder wenn du mit einer Gruppe zusammen kommst, kannst du einen Vortrag über dieses Thema hören (Vorträge müssen im Voraus gebucht werden).

Herunterscrollen für mehre Information über die Chartres-Labyrinthe.
 

Geschichte & Anwendung
Das Chartres-Labyrinth
 ist, wie das Trojaburg-Labyrinth, ein so genanntes Einweg-Labyrinth. Es gibt zwei charakteristische Grundtyps (nach den Ausformungen der Muster): der Typ Trojaburg und der Typ Chartres. Viele Labyrinth-Grundrisse beruhen auf einem der zwei Grundtyps. Für beide Grundtyps gelten: dass man alle Wege des Labyrinths beschritten hat, wenn man das Ziel in der Mitte erreicht. Es gibt keine Blindgänge. Man wird quasi den ganzen Weg hin und zurück geführt. Das System wirkt harmonisch und das Gangsystem verläuft kontinuierlich.


Das Chartres-Labyrinth ist ein altes klassisches Muster, das aus dem Mittelalter stammt. In der Stadt Chartres in Frankreich (südwestlich von Paris) sieht man noch heute dieses Muster als Bodenmosaike in der alten Kathedrale.




Französische Kathedralen
In mehreren französischen Kathedralen taucht ein Labyrinth in unterschiedlichen Zusammenhängen auf. Das Labyrinth auf dem Kirchenboden in der Kathedrale von Chartres ist das whol bekannteste und gleichzeitig das größte bestehende Kirchenlabyrinth. 



St Quentien Kathedrale in Frankreich
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St. Omer Kathedrale in Frankreich
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Berichten über unterschiedliche französische Kathedralen, die Labyrinthe hatten oder haben, kann man entnehmen, welche Funktion das Labyrinth in der Kathedrale von Chartres hatte. In diesen Kathedralen führte der Bischof mit dem Dekan und weiteren Geistlichen (in anderen Berichten werden Pilger angeführt) im Anschluss an die Osterandacht eine Art Ostertanz auf. Dieser Tanz symbolisierte den Sieg des Lebens über den Tod. Am Anfang des Tanzes überreichte der jüngste Kapitular dem Bischof oder dem Dekan einen großen Ball. Dieser Ball war so groß, dass er nicht in einer Hand zu halten war. Daraufhin tanzte man feierlich in einem bestimmten dreiteiligen Rhytmus (Tripudium) durch die Gänge des Labyrinths, während der Bischof den Ball immer höher warf. Ein Sinnbild der immer höher steigenden Frühlingssonne. Die weiteren Geistlichen folgten ihm in einer langen Reihe, während sie alle mit Orgelbegleitung die alte Osterhymne  ”Victimae Paschali Laudes” sangen. Später wurde u.a. aus Chartres berichtet, dass ein bußfertiges Kriechen auf den Knien durch das Labyrinth eine Pilgerfahrt nach Jerusalem ersetzen konnte. Ein solcher Bußgang konnte bis zu einer ganzen Stunde dauern.


Dänische Freskos
Nicht nur in französischen Kathedralen sind Labyrinthe zu finden. Auch in einigen der dänischen Kirchen gab oder gibt es Labyrinth-abbildungen in Form von Freskos.

In vier dänischen Dorfkirchen gibt es noch heute Freskos aus dem 14. Jahrhundert, welche Trojaburg-Labyrinthe dastellen. In weiteren sechs Kirchen sind solche Freskos entdeckt worden, sie sind jedoch übertüncht worden.


In der Kirche von Gevninge bei Roskilde sind zwei Labyrinthe.
Durchmesser etwa 50 cm, an die Triumphwand gemalt.
Die Labyrinthe sind oberhalb der Wölbungen, von denen sie teilweise verdeckt werden.
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Im Gewölbe der Kirche von Hesselager auf Ostfünen gibt es ein Labyrinth mit einem Durchmesser von etwa 40 cm. ---->




In der alten Kirche von Skive gibt es auf der Westwand ein gemaltes Labyrinth, mit einem Durchmesser von etwa 125 cm,
teilweise von der Orgel verdeckt.
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Das wohl schönste Labyrinth gibt es in der Kirche von Roerslev östlich von Middelfart. Das Labyrinth über dem Chorbogen misst 125 x 110 cm. Das besondere an diesem Labyrinth sind seine zwei Farben.
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Von den sieben übertünchten (und somit nicht sichtbaren) Labyrinthen sind sechs in Jütland und eins auf Fünen. Die sechs in Jütland befinden sich alle in der Mitte oder im Osten von Jütland und zwar in den Kirchen von Bryrup, Gylling, Nim, Skørring (2 Stck.) und Taaning. Das Labyrinth auf Fünen befindet sich in der Kirche von Vissenbjerg.

Warum gibt es überhaupt Labyrinthe, die ursprünglich heidnisch waren, in der christlichen Kirche? Die griechisch-mythologischen Akteure der alten vorchristlichen Labyrinthe wurden im Mittelalter von einer christlichen Symbolik gesetzt. Das Labyrinth wurde zu einem Symbol für den Weg zu Gott, Minotauros war der Teufel, und Jesus nahm Theseus Stelle als der Held, der den Weg fand, ein. Vielleicht weisen die Labyrinthe in vielen nordischen Freskos auf das Wort Johannes hin: ”Ich bin der Weg, die Wahrheit, das Leben” (14. Kap. 6)l.

Die Fotos von den Kirchen-Labyrinthen in Frankreich und Dänemark sind von Jeff Saward, Labyrinthos, www.labyrinthos.net.

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Labyrinthia

Gl. Ryvej 2, Rodelund

Silkeborg Syd

DK-8653 Them

Tel. (+45) 86 84 99 44

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